Jagdkurs 2017 am 22.04.2017 mit Ausbilungsleiter Rauscher Gust und den Ausbildern Eireiner Schos und Moosmüller Klaus (links vorne) Alle 18 Teilnehmer, welche sich für die Prüfungen angemeldet hatten, haben die Jägerprüfung bestanden - Gratulation, Respekt und Waidmannsheil!

Jagdkurs 2017 der Kreisgruppe Vilshofen

Jägerschlag für Jungjäger der Kreisgruppe Vilshofen

Schönerting

 

 

Bei der feierlichen Gelöbnisfeier konnten den Absolventen des Jungjägerkurses 2017 nach achtmonatigem Lehrgang der Jägerbrief überreicht werden.

Nach dem Jagdsignal „Begrüßung“ durch die Jagdhornbläser unter der Leitung von Hubert Markmüller begrüßte der Vorsitzende des bayerischen Jagdschutz- und Jägervereins, Kreisgruppe Vilshofen Antonio Ruppert die Jungjäger mit Angehörigen und zahlreiche Interessierte im Landgasthof Eineder in Schönerting.

 

Ruppert stellte in seiner Ansprache die Weidgerechtigkeit in den Mittelpunkt und die daraus resultierende Verantwortung des Jägers für das Wild und dessen Lebensraum. Die Weidgerechtigkeit stellt den Vorläufer des modernen Tierschutzgedanken dar, welcher nicht starr ist, sondern sich stets weiter entwickelt und der sich ändernden Umwelt anzupassen ist. Der Umweltaspekt fordert vom Jäger die Einbeziehung der Umwelt in ihrer Gesamtheit in sein Denken und Handeln.

Für die Jungjägerinnen und Jungjäger beginnt nun die Bewährung in der Praxis. „Jagd ist ein altes Kulturgut und zur Erhaltung der Natur notwendig. Jäger sind also auch Naturschützer. Sie haben aber auch einen gesetzlichen Auftrag zu erfüllen und übernehmen Verantwortung für die frei lebende Tierwelt sowie deren Lebensräume“. Ruppert appellierte an die Jungjägerinnen und Jungjäger, dass Jagd vor allem ein Hegen und Pflegen der Natur und des natürlichen Raumes sei. Hierin eingeschlossen ist unter anderem das Anlegen von Wildäsungsflächen, das Bewirtschaften des Waldes sowie eine gezielte Entnahme von Wild.

 

Die Jungjäger Elke Winklbauer, Sopie Eireiner, Johann Kraus, Stefan Schacherl, Gerald Willeuthner, Franz und Annemarie Blöchinger, Josef Czink, Johannes Ecker, Jürgen Eisenrauch, Roman Gezer, Julian Kapfhammer, Siegfried Joseph, Josef Kollmannsberger, Josef Lechner, Andreas Potleschak, Wolfgang Saxinger, Thomas Schmid, Markus Söldner und vom Kurs 2016 Norbert Hugger und Klaus Höltl traten nacheinander vor die Versammlung, wo sie von Ausbildungsleiter Augustin Rauscher und Georg Rodler empfangen wurden. Beide standen mit einem Hirschfänger bzw. Waidblatt bereit, um den traditionellen Jägerschlag bei den einzelnen Jungjägern auszuführen. Das Gelöbnis sprach dabei der zweite Vorsitzende Josef Zitzelsberger.

 

„Der erste Schlag soll Dich zum Jäger weihen, der zweite Schlag soll Dir die Kraft verleihen  zu üben stets das Rechte, der dritte Schlag soll Dich verpflichten, niemals auf die Jägerehre zu verzichten“

 

Mit diesem Gelöbnis wurden die Jägerprüfungsabsolventen im Rahmen einer Abschlussfeier in die Jägerschaft aufgenommen und der Jägerbrief mit Anstecknadel überreicht.

Acht Monate wurden sie unterwiesen in die Fächer Haar- und Federwild, Jagdhundewesen, Land- und Waldbau, Naturschutz, Jagdliche Praxis, Jagdrecht, Tierkrankheiten sowie Jagdwaffenkunde und legten darin ihre schriftlichen, mündlichen und praktische Prüfungen ab.  

 

Zur Abschlussfeier kamen neben Ausbildungsleiter Augustin Rauscher auch die Ausbilder Fritz Birkeneder, Georg Eireiner, Georg Rodler, Klaus Moosmüller und Andreas Hüttinger.

Neben dem Fleiß und der Ausdauer der Kursteilnehmer ist es nicht zuletzt den engagierten Ausbildern zu verdanken, dass der Kurs bei der Prüfung so erfolgreich war. Die Kreisgruppe ist stolz auf das erreichte Ergebnis. Ruppert dankte allen Ausbildern, die mit Leidenschaft und fachlicher Kompetenz den umfangreichen Stoff für das „Grüne Abitur“ vermittelt haben.

 

Kurssprecher Johann Kraus dankte in seiner launigen Rede den Ausbildern und hob auch den sehr guten Ruf der Kreisgruppe hervor. So stellte er heraus, daß die Teilnehmer auch aus dem weiteren Umkreis den Weg gerne in Kauf nahmen, um sich ausbilden zu lassen. Er beschrieb den wachsenden Zusammenhalt und die Gruppendynamik innerhalb des Kurses auf das gemeinsame Ziel und betonte, dass es nun auch „leider“ zu Ende sei; doch wird die Erinnerung ein Leben lang bleiben. Zusammen mit Annemarie Blöchinger wurden den Ausbildern Geschenke überreicht.

 

Zum Abschluß nutzte der erste Vorsitzende Ruppert die Gelegenheit, um den Hundeobmann Fritz Birkeneder zu seinem Sieg bei der internationalen Hegewaldprüfung 2017 für Deutsch- Drahthaar- Hunde zu gratulieren. Birkeneder konnte sich bei der zwei Tage dauernden Prüfung bei 187 Teilnehmern durchsetzen und mit Quenthar del Zeffiro den ersten Platz belegen.

 

Musikalisch umrahmt wurde die Feier von den Jagdhornbläsern Vilshofen, welche mit ihrem vorgestellten Stücken eine Werbung  für die Bläsergruppe war. Leiter Hubert Markmüller lud die Jungjäger und alle Interessierten zu kostenlosem Schnupperkursen ein, damit die Tradition des Jagdhornblasens weitergeführt werden könne.

 

 

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